Klinik Hohe Mark

fachlich kompetent, christlich engagiert

fachlich kompetent –
    christlich engagiert

Die DGD-Kliniken sind ein christlicher Klinikverbund, der den einzelnen Patienten als Menschen in den Mittelpunkt seines Handelns stellt und zugleich eine medizinische und pflegerische Versorgung auf höchstem Qualitätsniveau sicherstellt.

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Mutter- und Kind Behandlung in der Klinik Hohe Mark

Mutter-Kind-Behandlung

In Haus Feldberg der Klinik Hohe Mark wird ab Dezember 2016 auf einer eigens hierfür eingerichteten Station eine Mutter-Kind Behandlung angeboten. Diese hat das Ziel, psychisch erkrankte Mütter (rund um die Geburt) zu behandeln, ohne sie von ihrem Kind zu trennen. So kann sowohl die seelische Erkrankung der Mutter behandelt werden, als auch einer Beziehungsstörung zum Kind vorbeugend begegnet oder eine bestehende Beziehungsstörung mit behandelt werden.

Es werden Patientinnen mit seelischen Erkrankungen aufgenommen, welche im Rahmen von Schwangerschaft und Geburt erstmals und/oder plötzlich aufgetreten sind oder Mütter, bei denen eine psychische Erkrankung seit längerem besteht. Kinder im Alter von 0 - 24 Monate können mit aufgenommen werden.

Soweit eine Weiterbehandlung notwendig ist, wird diese in der stationären Behandlung vorbereitet. Wir kooperieren mit einer Reihe von komplementären Einrichtungen.

Danke für Ihre Unterstützung!

Das Mutter-Kind-Projekt der Klinik Hohe Mark ist nur durch zusätzliche Eigenmittel möglich. Von daher sind wir für Spenden sehr dankbar!

Die Lebenssituation von Kindern psychisch kranker und/oder suchtmittelabhängiger Eltern

Kinder beobachten sehr genau und sensibel. Deshalb nehmen sie sehr früh wahr, wenn sich der Zustand des erkrankten Elternteils verschlechtert. Kinder von psychisch kranken Eltern sind oft konfrontiert mit zunehmenden Konflikten der Eltern und mit Krisen bis hin zu Suiziddrohungen.

Wenn die Kinder älter werden, müssen sie oft Aufgaben und Verantwortung übernehmen, die sie in diesem Ausmaß noch nicht tragen sollten, wie z.B. die Erziehung jüngerer Geschwister.  Oft kommt es so zu einer Rollenumkehr.

Die meisten Väter und Mütter versuchen ihre Kinder nicht durch die Symptome ihrer Erkrankung zu belasten. So findet häufig kein Gespräch über die Erkrankung statt. Oft herrscht in der Familie ein striktes Schweigegebot. Die Kinder haben Angst, ihre Eltern zu "verraten".

So bleiben die Kinder alleine mit ihren Fragen, Sorgen und Ängsten. Erwachsene müssen für diese Lebenssituation der Kinder in ihrer Familie sensibilisiert sein.

Häufige Folgen für die Kinder Verunsicherung und Desorientierung

Bisher gültige Regeln, Normen und Werte verlieren durch die Erkrankung an Bedeutung. Mangelndes Verständnis Feinfühligkeit, Empathie oder emotionale Wärme der Eltern fehlen oft ganz oder zumindest teilweise. Schuldgefühle Die Kinder fühlen sich für das Leiden, aber auch für die psychische Stabilität des betroffenen Elternteils verantwortlich.

Hilflosigkeit

Die Kinder erleben Hilflosigkeit und Unvorhersehbarkeit und fühlen sich dadurch nicht gut genug.

Selbstaufgabe

Die Kinder stellen die eigenen Bedürfnisse zugunsten der Bedürfnisse des erkrankten Elternteils ganz in den Hintergrund.

Angst

Die Kinder befürchten selbst an derselben psychischen Krankheit wie die Mutter oder der Vater zu erkranken

Rückzug, Klassenclown oder Streber

Als Folge der Überforderung ziehen sich diese Kinder oft zurück oder flüchten in eine Fantasiewelt. Manche Kinder machen mit ihrem Verhalten auf ihre Lebensumstände aufmerksam: sie stören den Unterricht, spielen den Klassenclown, sind sehr still und in sich gekehrt oder aber aggressiv. Manche aber wachsen über sich hinaus und erbringen großartige Leistungen.

Was Kinder brauchen 

  • Unterstützung in ihrer altersgemäßen individuellen Persönlichkeitsentwicklung
  • Stärkung des Selbstvertrauens 
  • Förderung ihrer sozialen Kompetenzen 
  • Aufklärung über psychische Erkrankungen 
  • Hinweise darüber, wie sie sich dem erkrankten Elternteil gegenüber verhalten sollen
  • Entlastung vom Verantwortungsgefühl ihren Eltern gegenüber 
  • Gespräche mit den Eltern und eventuellen weiteren Bezugspersonen 
  • Abbauen von Schuldgefühlen 
  • Hilfsangebote 
  • Eine genetische Beratung und Information über das statistische Erkrankungsrisiko kann die Angst reduzieren, dieselbe Krankheit zu bekommen.

Frühzeitig unterstützen!

In zahlreichen Studien konnte belegt werden, dass ein erhebliches Risiko für Kinder psychisch kranker und/ oder suchtmittelabhängiger Eltern besteht, psychische Auffälligkeiten und eigene psychische Erkrankungen oder Suchterkrankungen zu entwickeln. Präventiv ergriffene Maßnahmen können dieses Risiko deutlich verringern.

Angebote in der Klinik Hohe Mark 

  • Die behandelnden Therapeuten und Pflegefachkräfte bieten Familiengespräche auch zusammen mit Ihren Kindern an. 
  • Begleitung beim Finden der passenden ambulanten Unterstützung 
  • Vermittlung von Hilfsangeboten/Adressen- und Kontaktliste (s. linke Spalte).
  • Liste mit ausgewählten Kinderbüchern, die als Grundlage für das Gespräch mit Ihren Kindern hilfreich sein können (s. linke Spalte).
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